Nachricht

Dieses Jahr steht ganz im Zeichen des Booms bei Elektrofahrzeugen. Seit Jahresbeginn haben die Verkaufszahlen nicht nur monatlich neue Höchststände erreicht, sondern sind auch im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Die Batteriehersteller und die vier großen Materialproduzenten wurden ebenfalls dazu angeregt, ihre Produktionskapazitäten auszubauen. Den jüngsten Daten vom Juni zufolge verbessert sich die Lage im In- und Ausland weiter, und sowohl in China als auch in Europa wurden bereits über 200.000 Fahrzeuge pro Monat verkauft.

Im Juni erreichten die Verkäufe von Elektrofahrzeugen im Inland 223.000 Einheiten, ein Anstieg von 169,9 % gegenüber dem Vorjahr und 19,2 % gegenüber dem Vormonat. Damit lag die Marktdurchdringung von Elektrofahrzeugen im Juni bei 14 % und überschritt von Januar bis Juni die 10-%-Marke mit 10,2 %. Dies entspricht nahezu einer Verdopplung gegenüber 5,8 % im Jahr 2020. In den sieben größten europäischen Ländern (Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Norwegen, Schweden, Italien und Spanien) wurden 191.000 Elektrofahrzeuge verkauft, ein Plus von 34,8 % gegenüber dem Vormonat. Im Juni verzeichneten viele europäische Länder neue Rekordabsätze für einen einzelnen Monat. Das monatliche Wachstum fiel dabei unterschiedlich aus. Angesichts der erneut verschärften europäischen Klimapolitik nähern sich die Marktanteile der lokalen Automobilhersteller Tesla an. Europäische neue Energien in der zweiten Jahreshälfte Oder sie wird ein hohes Maß an Wohlstand beibehalten.

1. Europa wird bis 2035 Netto-Null-Emissionen erreichen.

Laut Bloomberg News wird der Zeitplan für emissionsfreie Autos in Europa voraussichtlich deutlich beschleunigt. Die Europäische Union wird am 14. Juli den neuesten Entwurf von „Fit für 55“ vorstellen, der ehrgeizigere Emissionsreduktionsziele als bisher vorsieht. Der Plan sieht vor, die Emissionen neuer Pkw und Lkw ab 2030 um 65 % gegenüber dem aktuellen Stand zu senken und bis 2035 Klimaneutralität zu erreichen. Zusätzlich zu diesen strengeren Emissionsnormen sind die Regierungen der einzelnen Länder verpflichtet, den Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge zu verstärken.

Laut dem 2020 von der Europäischen Kommission vorgeschlagenen Klimazielplan 2030 ist das Ziel der EU, bis 2050 emissionsfreie Pkw zu erreichen. Der Zielzeitpunkt wurde diesmal von 2050 auf 2035 vorverlegt. Die CO₂-Emissionen von Pkw sollen von 95 g/km im Jahr 2021 auf 0 g/km im Jahr 2035 sinken. Durch die Vorverlegung des Zielzeitpunkts um 15 Jahre soll der Absatz von Fahrzeugen mit alternativen Antrieben in den Jahren 2030 und 2035 auf etwa 10 Millionen bzw. 16 Millionen steigen. Dies entspricht einer Verachtfachung innerhalb von zehn Jahren gegenüber 1,26 Millionen Fahrzeugen im Jahr 2020.

2. Der Aufstieg der traditionellen europäischen Automobilhersteller, deren Verkaufszahlen die Top Ten belegen.

Der Absatz von Fahrzeugen mit alternativen Antrieben in Europa wird hauptsächlich durch Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Spanien und die drei wichtigsten Märkte für Fahrzeuge mit alternativen Antrieben, Norwegen, Schweden und die Niederlande, bestimmt, wo die Marktdurchdringung dieser drei wichtigen Märkte führend ist und viele traditionelle Automobilhersteller in diesen wichtigen Ländern ansässig sind.

Laut den Verkaufsstatistiken für Elektrofahrzeuge konnte der Renault Zoe 2020 erstmals den Tesla Model 3 vom Thron stoßen und sich die Modell-Verkaufsspitze sichern. In der kumulierten Verkaufsrangliste von Januar bis Mai 2021 belegte der Tesla Model 3 jedoch erneut den ersten Platz, allerdings mit einem Marktanteil von nur 2,2 Prozentpunkten Vorsprung vor dem Zweitplatzierten. Betrachtet man die Verkaufszahlen des letzten Monats im Mai, so werden die Top Ten im Wesentlichen von lokalen Elektrofahrzeugmarken wie deutschen und französischen Herstellern dominiert. Darunter befinden sich der Volkswagen ID.3 und ID.4. Der Marktanteil beliebter Modelle wie Renault Zoe und Skoda Enyaq unterscheidet sich kaum von dem des Tesla Model 3. Da traditionelle europäische Automobilhersteller der Entwicklung von Elektrofahrzeugen zunehmend Bedeutung beimessen und sukzessive verschiedene neue Modelle auf den Markt bringen, wird sich die Wettbewerbssituation für Elektrofahrzeuge in Europa grundlegend verändern.

3. Die europäischen Subventionen werden nicht wesentlich sinken.

Der europäische Markt für Fahrzeuge mit alternativen Antrieben wird 2020 ein explosionsartiges Wachstum verzeichnen: von 560.000 Fahrzeugen im Jahr 2019, ein Anstieg um 126 % gegenüber dem Vorjahr, auf 1,26 Millionen Fahrzeuge. Auch nach Beginn des Jahres 2021 wird sich dieser hohe Wachstumstrend fortsetzen. Diese starke Wachstumswelle ist eng mit der Subventionspolitik für alternative Antriebe in verschiedenen Ländern verbunden.

Europäische Länder haben um das Jahr 2020 begonnen, die Subventionen für Elektrofahrzeuge zu erhöhen. Verglichen mit den Subventionen in meinem Land, die seit Beginn der Förderung von Elektrofahrzeugen im Jahr 2010 über zehn Jahre bestehen, sind die Subventionen in europäischen Ländern relativ langfristig angelegt und weisen eine vergleichsweise geringe und stabile Reduzierungsrate auf. Einige Länder, die bei der Förderung von Elektrofahrzeugen langsamer vorankommen, werden 2021 sogar zusätzliche Subventionen einführen. So hat beispielsweise Spanien die maximale Subvention für Elektrofahrzeuge von 5.500 Euro auf 7.000 Euro angehoben, und auch Österreich erhöhte die Subvention um fast 2.000 Euro auf 5.000 Euro.


Veröffentlichungsdatum: 12. Juli 2021