Laut dem iranischen Nachrichtenfernsehen sagte der iranische Vize-Außenminister Araghi am 13., dass der Iran die Internationale Atomenergie-Organisation darüber informiert habe, dass er plane, ab dem 14. mit der Produktion von 60% angereichertem Uran zu beginnen.
Araghi sagte außerdem, dass der Iran für die Atomanlage Natanz, wo am 11. das Stromnetz ausgefallen war, die beschädigten Zentrifugen so schnell wie möglich ersetzen und 1.000 Zentrifugen mit einer um 50 % höheren Konzentration hinzufügen werde.
Am selben Tag erklärte der iranische Außenminister Zarif auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem russischen Außenminister Lawrow, dass der Iran in der Atomanlage Natanz eine modernere Zentrifuge für die Urananreicherung einsetzen werde.
Anfang Januar dieses Jahres gab der Iran bekannt, dass er mit der Umsetzung von Maßnahmen zur Erhöhung des Anteils an angereichertem Uran auf 20 % in der Atomanlage Fordo begonnen habe.
Im Juli 2015 schloss der Iran ein Atomabkommen mit den USA, Großbritannien, Frankreich, Russland, China und Deutschland. Laut diesem Abkommen verpflichtete sich der Iran, sein Atomprogramm zu begrenzen und den Anteil angereicherten Urans auf maximal 3,67 % zu beschränken. Im Gegenzug hob die internationale Gemeinschaft die Sanktionen gegen den Iran auf.
Im Mai 2018 trat die US-Regierung einseitig aus dem Atomabkommen mit dem Iran aus und verhängte anschließend eine Reihe weiterer Sanktionen gegen das Land. Seit Mai 2019 hat der Iran die Umsetzung bestimmter Bestimmungen des Atomabkommens schrittweise ausgesetzt, jedoch zugesichert, dass die getroffenen Maßnahmen „reversibel“ seien.
Veröffentlichungsdatum: 14. April 2021




