Von Ende Mai bis zum Beginn der Angebotsphase in den letzten zwei Tagen glich der indische Harnstoffmarkt einer Achterbahnfahrt. Mit der schrittweisen Öffnung des Druckpreises hat sich die lebhafte Phase vorerst beruhigt. Fundamental betrachtet werden sich die kleineren Marktschwankungen zwar fortsetzen, der Gesamttrend dürfte jedoch rückläufig sein.
Die Auswirkung der Markierung ist ein heftiger Donner, aber wenig Regen.
Der Druckpreis, der sich in einer besonders sensiblen Phase befand, führte dazu, dass der Inlandsmarkt zwei Monate lang rückläufige Nachfrage verzeichnete, die sich in Industrie und Landwirtschaft überlagerte. Dieser Druckpreis wirkte wie ein Zündfunke und löste die rasante Erholung auf dem Inlandsmarkt aus. Tatsächlich lag der niedrigste CFR-Preis von 284,9 US-Dollar/Tonne an der Ostküste bei unter 1.800 Yuan/Tonne in den wichtigsten Inlandsregionen, was einer Preisdifferenz von mindestens 200 Yuan/Tonne entspricht. Der späteste Liefertermin war der 17. Juli, ein Zeitpunkt, an dem der Sommerdüngermarkt in den wichtigsten Regionen noch nicht vollständig abgeschlossen war. Schließlich belief sich das Volumen in China und den arabischen Ländern auf 800.000 Tonnen, während das Gesamtangebot 2,52 Millionen Tonnen betrug. Weltweit ist somit ausreichend Nachschub vorhanden. Daher ist der Grad der inländischen Beteiligung hinsichtlich Volumen und Preiszeit relativ begrenzt, und angesichts der bedeutenden Rolle des Landes dürfte es sich auch um einen geringen Einfluss handeln, sodass der Markt zu den Fundamentaldaten zurückkehren sollte.
Die Binnennachfrage schwächte allmählich die Beschränkungen der landwirtschaftlichen Unterstützung.
Mit dem Rückgang der Spitzennachfrage nach stickstoffreichen Düngemitteln ist der Bau von Anlagen zur Herstellung von Mehrnährstoffdüngern rückläufig. Auch die Nachfrage nach dem Rohstoff Harnstoff wird deutlich sinken, wobei für Juli lediglich ein leichter Anstieg erwartet wird. In der Plattenindustrie wird die Harnstoffnachfrage aufgrund der hohen Temperaturen und des regnerischen Wetters im Sommer ebenfalls zurückgehen, sodass sich die Hauptnachfrage auf den Agrarmarkt konzentriert. Nach der Weizenernte in den Hauptanbaugebieten folgt eine vorübergehende Flaute in der Landwirtschaft. Nach zehn bis zwanzig Tagen, im Zuge des Wachstumszyklus der Pflanzen, wird in einigen Gebieten ein entsprechender Bedarf an Kopfdüngung entstehen, gefolgt von einer kurzfristigen Nachfragespitze in Verbindung mit den Witterungsbedingungen. Nach Juli konzentriert sich die landwirtschaftliche Nachfrage jedoch hauptsächlich auf die Anbaugebiete mit zwei Vegetationsperioden. Die Nachfrage ist zwar vorhanden, aber sehr begrenzt und daher nicht nachhaltig.
Das Angebot an Lagerbeständen zuzüglich der Produktionsbeginne ist relativ ausreichend.
Diese turbulente Marktphase hat auch zu einem deutlichen Rückgang der Lagerbestände geführt. Aktuelle Daten zeigen, dass die physischen Lagerbestände der Harnstoffunternehmen bei rund 620.000 Tonnen liegen, verglichen mit dem Höchststand von 1,16 Millionen Tonnen – ein Rückgang um 540.000 Tonnen, also um die Hälfte. Der Großteil dieses Angebots dürfte von Industrie und Landwirtschaft verbraucht worden sein, ein kleiner Teil ist jedoch auch in den Düngemittelmarkt der Hauptregionen geflossen. Dies ist vor allem auf den anhaltenden Marktrückgang zurückzuführen, der einen Teil der Nachfrage nach Reserven verzögert hat. Unter Berücksichtigung der Produktionssteigerung in diesem Jahr und des vorübergehenden Exportanstiegs liegt der Lagerbestand für den gleichen Zeitraum nun im theoretischen Normalbereich.
Der nächste Lagerbestandsrückgang dürfte sich verlangsamen, vor allem weil die Industrie im gleichen Zeitraum ausreichend Produktion aufgenommen hat. Laut Daten von Longzhong lag die tägliche Harnstoffproduktion der Industrie am 14. Juni bei 174.800 Tonnen, ein Anstieg um 0,70 Millionen Tonnen gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Mitte des Monats führten Daqing Petrochemical und Aowei Wartungsarbeiten durch, und in der zweiten Monatshälfte werden Wartungsarbeiten in Yangmei Plain, Henan Xinlianxin, Mingshengda, Jinxin und anderen Werken erwartet. Dadurch könnte die tägliche Produktion in der zweiten Jahreshälfte auf unter 170.000 Tonnen sinken, dürfte aber dennoch unter 160.000 Tonnen liegen. Vor und nach Juli könnten zwei neue Produktionskapazitäten in Betrieb genommen werden, und das relativ ausreichende Angebot übt den größten Druck auf den Markt aus.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Fundamentaldaten für kurzfristigen Harnstoff im Inland insgesamt schwach sind. Selbst die jüngste Erholung kann den Abwärtstrend im Spotmarkt nicht aufhalten, sondern lediglich die Rückgangsrate abfedern. Angesichts des Sommer-Düngemittelmarktes, der angemessenen Industrienachfrage und des Rückgangs im Baugewerbe sowie potenziell geringer Exportaktivitäten könnten sich bei mehr als zwei positiven Faktoren noch regionale kleinere Märkte ergeben. Daher bleibt abzuwarten, ob sich die fundamentalen Rahmenbedingungen im Preisrückgangsprozess ändern.
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Veröffentlichungsdatum: 16. Juni 2023




