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Prinzip des Abstreifens

Beim Stripping wird der Farbstoff auf der Faser durch chemische Einwirkung zerstört, sodass sie ihre Farbe verliert.
Es gibt zwei Hauptarten von chemischen Abbeizmitteln. Die erste Art sind reduktive Abbeizmittel, die durch Zerstörung des Farbsystems in der Molekularstruktur des Farbstoffs zum Verblassen oder Entfärben führen. Beispielsweise kann eine Azogruppe in Farbstoffen mit einer Azostruktur zu einer Aminogruppe reduziert werden, wodurch die Farbe verloren geht. Die Schädigung des Farbsystems durch das Reduktionsmittel ist jedoch bei manchen Farbstoffen reversibel, sodass das Verblassen rückgängig gemacht werden kann, wie beispielsweise beim Farbsystem der Anthrachinonstruktur. Natriumsulfonat und weißes Pulver sind gängige reduktive Abbeizmittel. Die zweite Art sind oxidative Abbeizmittel, zu denen Wasserstoffperoxid und Natriumhypochlorit am häufigsten gehören. Unter bestimmten Bedingungen können Oxidationsmittel bestimmte Gruppen im molekularen Farbsystem des Farbstoffs schädigen, beispielsweise durch Zersetzung von Azogruppen, Oxidation von Aminogruppen, Methylierung von Hydroxygruppen und Abspaltung von komplexen Metallionen. Diese irreversiblen Strukturveränderungen führen zum Verblassen oder Entfärben des Farbstoffs, sodass das oxidative Abbeizmittel theoretisch zur vollständigen Farbentfernung eingesetzt werden kann. Diese Methode ist besonders wirksam bei Farbstoffen mit Anthrachinonstruktur.

Gängige Farbstoffentfernung

2.1 Entfernung von Reaktivfarbstoffen

Reaktivfarbstoffe mit Metallkomplexen müssen zunächst in einer Lösung eines mehrwertigen Metallchelatbildners (2 g/L EDTA) gekocht werden. Anschließend gründlich mit Wasser waschen, bevor eine alkalische Reduktion oder Oxidation zur vollständigen Entfärbung erfolgt. Die vollständige Entfärbung wird üblicherweise 30 Minuten lang bei hoher Temperatur in einer Lösung aus Alkali und Natriumhydroxid durchgeführt. Nach Wiederherstellung der Farbschicht erneut gründlich waschen. Anschließend erfolgt eine Kaltbleiche in Natriumhypochloritlösung. Prozessbeispiel:
Beispiele für kontinuierliche Abstreifprozesse:
Färbetuch → Reduktionslösung (20 g/l Natronlauge, 30 g/l Soluol) → Reduktionsdampfbehandlung (100 °C) → Waschen → Trocknen

Beispiel für den Schälprozess einer Färbebottich:

Farbfehlerhaftes Tuch→Spule→2 heißes Wasser→2 Ätznatron (20 g/l)→8 Abblättern der Farbe (Natriumsulfid 15 g/l, 60℃) 4 heißes Wasser→2 kaltes Wasserspule→normaler Natriumhypochlorit-Bleichprozess (NaClO 2,5 g/l, 45 Minuten lang gestapelt).

2.2 Entfernung von Schwefelfarbstoffen

Mit Schwefelfarbstoffen gefärbte Textilien werden üblicherweise durch Behandlung in einer reduzierenden Lösung (6 g/L Natriumsulfid in voller Konzentration) bei höchstmöglicher Temperatur korrigiert, um ein teilweises Ablösen der Farbe vor dem erneuten Färben zu erreichen. In schweren Fällen muss Natriumhypochlorit oder Natriumhypochlorit verwendet werden.
Prozessbeispiel
Beispiel für eine helle Farbe:
In das Tuch → weiteres Einweichen und Rollen (Natriumhypochlorit 5-6 Gramm pro Liter, 50 ℃) → Dampfgarer 703 (2 Minuten) → vollständiges Waschen mit Wasser → Trocknen.

Dunkles Beispiel:
Farbfehler im Stoff → Vorbehandlung mit Oxalsäure (15 g/l bei 40 °C) → Trocknen → Vorbehandlung mit Natriumhypochlorit (6 g/l, 30 °C für 15 Sekunden) → vollständiges Waschen und Trocknen

Beispiele für Stapelverarbeitung:
55% kristallines Natriumsulfid: 5-10 g/l; Soda: 2-5 g/l (oder 36°BéNaOH 2-5 ml/l);
Temperatur 80-100, Zeit 15-30, Badverhältnis 1:30-40.

2.3 Entfernung von Säurefarbstoffen

30 bis 45 Minuten in Ammoniakwasser (20 bis 30 g/l) und anionischem Netzmittel (1 bis 2 g/l) kochen. Vor der Ammoniakbehandlung Natriumsulfonat (10 bis 20 g/l) bei 70 °C zugeben, um das Schälen zu erleichtern. Alternativ kann auch die Oxidationsabstreifmethode angewendet werden.
Unter sauren Bedingungen kann die Zugabe eines speziellen Tensids ebenfalls einen guten Peeling-Effekt erzielen. Es gibt auch Verfahren, die alkalische Bedingungen nutzen, um die Farbe zu entfernen.

Prozessbeispiel:
Beispiele für den echten Seidenschälprozess:

Reduktion, Stripping und Bleichung (Soda 1 g/L, Zugabe von O₂ 2 g/L, Schwefelpulver 2–3 g/L, Temperatur 60 °C, Zeit 30–45 min, Badverhältnis 1:30) → Vorbehandlung (Eisen(II)-sulfat-Heptahydrat 10 g/L, 50%ige Hypophosphorige Säure 2 g/L, Ameisensäure zur pH-Wert-Einstellung auf 3–3,5, 80 °C für 60 min) → Spülung (80 °C für 20 min) → Oxidations-Stripping und Bleichung (35%iges Wasserstoffperoxid 10 ml/L, pentakristallines Natriumsilikat 3–5 g/L, Temperatur 70–80 °C, Zeit 45–90 min, pH-Wert 8–10) → Reinigung

Beispiel für den Wollschredderprozess:

Nifanidin AN: 4; Oxalsäure: 2%; Innerhalb von 30 Minuten zum Sieden bringen und 20-30 Minuten am Siedepunkt halten; anschließend reinigen.

Beispiel für den Nylon-Abstreifprozess:

36°BéNaOH: 1%-3%; flaches plus O: 15%-20%; synthetisches Tensid: 5%-8%; Badverhältnis: 1:25-1:30; Temperatur: 98-100°C; Zeit: 20-30min (bis zur vollständigen Entfärbung).

Nachdem die gesamte Farbe abgeblättert ist, wird die Temperatur allmählich gesenkt und das Material gründlich mit Wasser gewaschen. Anschließend wird die auf dem Nylon verbliebene Lauge mit 0,5 ml/l Essigsäure bei 30 °C für 10 Minuten vollständig neutralisiert und danach mit Wasser gewaschen.

2.4 Entfärbung von Küpenfarbstoffen

Im Allgemeinen wird in einem Gemisch aus zwei Natriumhydroxiden der Textilfarbstoff bei relativ hoher Temperatur erneut reduziert. Manchmal ist die Zugabe einer Polyvinylpyrrolidon-Lösung, wie beispielsweise Albigen A von BASF, erforderlich.

Beispiele für kontinuierliche Abstreifprozesse:

Färbetuch → Reduktionslösung (20 g/l Natronlauge, 30 g/l Soluol) → Reduktionsdampfbehandlung (100 °C) → Waschen → Trocknen

Beispiel für einen intermittierenden Schälprozess:

Pingping plus O: 2-4 g/L; 36°BéNaOH: 12-15 ml/L; Natriumhydroxid: 5-6 g/L;

Während der Stripping-Behandlung beträgt die Temperatur 70-80℃, die Dauer 30-60 Minuten und das Badverhältnis 1:30-40.

2.5 Abstreifen von Dispersionsfarbstoffen

Zur Entfernung von Dispersionsfarbstoffen von Polyester werden üblicherweise folgende Methoden angewendet:

Methode 1: Natriumformaldehydsulfoxylat und Trägerstoff, behandelt bei 100°C und pH4-5; der Behandlungseffekt ist bei 130°C deutlicher.

Methode 2: Natriumchlorit und Ameisensäure werden bei 100°C und pH 3,5 verarbeitet.

Das beste Ergebnis erzielt man durch die erste Behandlung, gefolgt von der zweiten. Nach der Behandlung sollte möglichst schwarz überfärbt werden.

2.6 Entfernung kationischer Farbstoffe

Das Entfernen von Dispersionsfarbstoffen von Polyester erfolgt üblicherweise mit folgenden Methoden:

In einem Bad mit 5 ml/l Monoethanolamin und 5 g/l Natriumchlorid wird das Material 1 Stunde lang siedend behandelt. Anschließend wird es gereinigt und danach in einem Bad mit 5 ml/l Natriumhypochlorit (150 g/l verfügbares Chlor) und 5 g/l Natriumnitrat (Korrosionsinhibitor) gebleicht. Der pH-Wert wird mit Säure auf 4 bis 4,5 eingestellt. Die Bleichung dauert 30 Minuten. Abschließend wird das Gewebe 15 Minuten lang mit Natriumchloridsulfit (3 g/l) bei 60 °C oder 20 bis 30 Minuten lang mit 1–1,5 g/l Natriumhydroxid bei 85 °C behandelt. Zum Schluss wird es erneut gereinigt.

Durch die Verwendung von Waschmittel (0,5 bis 1 g/L) und einer kochenden Essigsäurelösung zur Behandlung des gefärbten Stoffes bei pH 4 für 1-2 Stunden kann ebenfalls ein teilweiser Ablöseeffekt erzielt werden.
Prozessbeispiel:
Bitte beachten Sie das Beispiel zur Farbverarbeitung von Acrylstrickwaren unter Punkt 5.1.

2.7 Entfernung unlöslicher Azofarbstoffe

5 bis 10 ml/l 38°Bé-Ätznatron, 1 bis 2 ml/l hitzebeständiges Dispergiermittel und 3 bis 5 g/l Natriumhydroxid, plus 0,5 bis 1 g/l Anthrachinonpulver. Bei ausreichendem Gehalt an Natriumhydroxid und Ätznatron färbt das Anthrachinon die Abbeizlösung rot. Verfärbt sie sich gelb oder braun, muss Ätznatron oder Natriumhydroxid hinzugefügt werden. Der abgebeizte Stoff sollte gründlich gewaschen werden.

2.8 Abblättern der Farbe

Die Farbe lässt sich schwer abziehen, üblicherweise verwendet man Kaliumpermanganat zum Ablösen.

Prozessbeispiel:

Färben von fehlerhaftem Stoff → Wälzen in Kaliumpermanganat (18 g/l) → Waschen mit Wasser → Wälzen in Oxalsäure (20 g/l, 40°C) → Waschen mit Wasser → Trocknen.

Entfernung von üblicherweise verwendeten Veredelungsmitteln

3.1 Entfernen des Fixiermittels

Das Fixiermittel Y kann durch Zugabe einer kleinen Menge Soda und O entfernt werden; das kationische Polyamin-Fixiermittel kann durch Kochen mit Essigsäure entfernt werden.

3.2 Entfernung von Silikonöl und Weichmacher

Im Allgemeinen lassen sich Weichspüler durch Waschen mit Waschmittel entfernen, manchmal auch durch die Verwendung von Soda und Waschmittel; einige Weichspüler erfordern die Anwendung von Ameisensäure und Tensiden. Die Entfernungsmethode und die Prozessbedingungen werden anhand von Stichproben geprüft.

Silikonöl ist schwieriger zu entfernen, aber mit einem speziellen Tensid kann man es unter stark alkalischen Bedingungen durch Kochen größtenteils entfernen. Selbstverständlich sind dafür Stichproben erforderlich.

3.3 Entfernung des Harz-Versiegelungsmittels

Das Harzappreturmittel wird üblicherweise durch Säurebehandlung mit Dampf und anschließendes Waschen entfernt. Der typische Prozessablauf ist: Beizen mit Säurelösung (Salzsäurekonzentration 1,6 g/l) → Stapeln (85 °C, 10 Minuten) → Heißwasserwäsche → Kaltwasserwäsche → Trocknen. Mit diesem Verfahren lässt sich das Harz auf dem Gewebe in einer kontinuierlichen Flachband-Entschlichtungs- und Bleichmaschine entfernen.

Prinzip und Technologie der Schattenkorrektur

4.1 Prinzip und Technologie der Farblichtkorrektur
Wenn der Farbton des gefärbten Stoffes nicht den Anforderungen entspricht, muss er korrigiert werden. Das Prinzip der Farbkorrektur beruht auf dem Prinzip der Restfarbe. Die sogenannte Restfarbe entsteht durch die gegenseitige Subtraktion zweier Farben. Beispiele für Restfarbenpaare sind Rot und Grün, Orange und Blau sowie Gelb und Violett. Ist beispielsweise der Rotanteil zu hoch, kann man ihn durch Zugabe einer kleinen Menge Grün reduzieren. Die Restfarbe wird jedoch nur in geringen Mengen zur Farbanpassung verwendet. Eine zu hohe Dosierung beeinträchtigt Farbtiefe und Leuchtkraft. Die übliche Dosierung beträgt etwa 1 Liter pro Liter.

Generell lässt sich sagen, dass mit Reaktivfarbstoffen gefärbte Textilien schwieriger zu reparieren sind, während mit Küpenfarbstoffen gefärbte Textilien leichter zu reparieren sind; bei der Reparatur von Schwefelfarbstoffen ist die Farbtonkontrolle schwierig, daher werden Küpenfarbstoffe üblicherweise zum Hinzufügen und Entfernen von Farben verwendet; Direktfarbstoffe können für additive Reparaturen eingesetzt werden, die Menge sollte jedoch weniger als 1 g/L betragen.

Gängige Methoden zur Farbkorrektur umfassen Wasserwäsche (geeignet für dunklere, flüssigere Färbemittel und zur Verbesserung der Wasch- und Seifenechtheit von Textilien), leichtes Entfärben (ähnlich dem Entfärbeverfahren, jedoch schonender als das normale Entfärbeverfahren), alkalisches Dämpfen (anwendbar bei alkaliempfindlichen Farbstoffen, insbesondere Reaktivfarbstoffen; z. B. kann bei reaktiv schwarzem KNB-Farbstoff mit Blaulichtanteil eine geeignete Menge Natronlauge hinzugegeben und anschließend gedämpft und flach gewaschen werden, um den Blaulichtanteil zu reduzieren), Aufhellen (anwendbar bei rotlichtgefärbten, fertigen Textilien, insbesondere bei mit Küpenfarbstoffen gefärbten Textilien; die Wirkung ist bei mittleren und hellen Farbtönen stärker. Bei normalem Ausbleichen kann eine Nachbleiche erwogen werden, wobei die Wasserstoffperoxidbleiche die bevorzugte Methode sein sollte, um unerwünschte Farbveränderungen zu vermeiden), Überfärben usw.
4.2 Beispiel für den Farbkorrekturprozess: die subtraktive Methode der Reaktivfarbstofffärbung

4.2.1 Im ersten Fünf-Sieb-Flachwaschbecken der Reduktionsseifenmaschine werden 1 g/L Flachwaschmittel hinzugegeben und O zum Kochen gebracht. Anschließend wird eine Flachwäsche durchgeführt, im Allgemeinen 15 % Flachwaschmittel.

4.2.2 In den ersten fünf Flachwaschtanks der Reduktionsseifenmaschine werden lg/L Flach- und Flach-O, 1 ml/L Eisessig hinzugegeben und die Maschine bei Raumtemperatur überlaufen gelassen, um das Orangelicht um etwa 10 % aufzuhellen.

4.2.3 0,6 ml/l Bleichwasser werden in den Walzbehälter der Reduktionsmaschine gegeben. Die Dampfkammer wird auf Raumtemperatur gehalten. Die ersten beiden Kammern des Waschbehälters werden nicht entleert, die letzten beiden Kammern werden mit kaltem Wasser und eine Kammer mit heißem Wasser gespült. Anschließend wird Seife verwendet. Die Bleichwasserkonzentration variiert, wodurch die Abtragtiefe und die Farbe des abgetragenen Materials leicht abgeschwächt werden.

4.2.4 10 l 27,5%iges Wasserstoffperoxid, 3 l Wasserstoffperoxid-Stabilisator, 2 l 36°Bé Ätznatron und 1 l 209-Reinigungsmittel in 500 l Wasser geben, im Reduktionsgerät mit Dampf behandeln und anschließend mit Sauerstoff aufkochen lassen. Die Flüssigkeit sollte um 15 % reduziert werden.

4.2.5 Verwenden Sie 5-10 g/L Backpulver, dämpfen Sie es, um die Farbe zu entfernen, waschen und kochen Sie es mit Seife ab. Es kann um 10-20 % heller werden, und die Farbe wird nach dem Entfernen der Farbe bläulich sein.

4.2.6 Bei Verwendung von 10 g/L Ätznatron, Dampfbehandlung, Waschen und Einseifen kann die Farbe um 20-30 % heller werden, wobei die helle Farbe etwas dunkler ist.

4.2.7 Verwenden Sie Natriumperborat 20 g/L Dampf, um die Farbe zu entfernen, wodurch die Farbe um 10-15 % heller werden kann.

4.2.8 Verwenden Sie 1–5 l 27,5%iges Wasserstoffperoxid in der Färbemaschine. Führen Sie zwei Durchgänge bei 70 °C durch, nehmen Sie eine Probe und passen Sie die Wasserstoffperoxidkonzentration und die Anzahl der Durchgänge an die Farbtiefe an. Wenn beispielsweise ein Dunkelgrün zweimal durchlaufen wird, kann die Farbtiefe um etwa 10 % reduziert werden.

4.2.9 250 ml Bleichwasser werden in 250 l Wasser in der Jig-Färbemaschine gegeben. Bei Raumtemperatur werden 2 Bahnen durchlaufen, und es kann eine Entfärbung von bis zu 10-15 % erreicht werden.

4.2.1O kann in der Jig-Färbemaschine hinzugefügt werden, O und Soda-Asche-Schälen hinzufügen.

Beispiele für Reparaturprozesse bei Färbefehlern

5.1 Beispiele für die Farbverarbeitung von Acrylgewebe

5.1.1 Hellfarbige Blüten

5.1.1.1 Prozessablauf:

Gewebe, Tensid 1227, Essigsäure → 30 Minuten auf 100 °C erhitzen, 30 Minuten lang warmhalten → Waschen mit 60 °C heißem Wasser → Waschen mit kaltem Wasser → Erwärmen auf 60 °C, Zugabe von Farbstoffen und Essigsäure für 10 Minuten → Allmähliches Erwärmen auf 98 °C, 40 Minuten lang warmhalten → Allmähliches Abkühlen auf 60 °C zur Herstellung des Gewebes.

5.1.1.2 Stripping-Formel:

Tensid 1227: 2 %; Essigsäure 2,5 %; Badverhältnis 1:10

5.1.1.3 Gegenfärbeformel:

Kationische Farbstoffe (umgerechnet in die ursprüngliche Prozessformel) 20 %; Essigsäure 3 %; Badverhältnis 1:20

5.1.2 Dunkel gefärbte Blüten

5.1.2.1 Prozessablauf:

Stoff, Natriumhypochlorit, Essigsäure → Erhitzen auf 100 °C, 30 Minuten → Waschen mit Kühlwasser → Natriumbisulfit → 60 °C, 20 Minuten → Waschen mit warmem Wasser → Waschen mit kaltem Wasser → 60 °C, Farbstoff und Essigsäure zugeben → allmählich auf 100 °C erhöhen, 40 Minuten warm halten → Temperatur für den Stoff allmählich auf 60 °C senken.

5.1.2.2 Stripping-Formel:

Natriumhypochlorit: 20 %; Essigsäure 10 %;

Badverhältnis 1:20

5.1.2.3 Chlorformel:

Natriumbisulfit 15%

Badverhältnis 1:20

5.1.2.4 Gegenfärbeformel

Kationische Farbstoffe (umgewandelt in die ursprüngliche Prozessformel) 120 %

Essigsäure 3 %

Badverhältnis 1:20

5.2 Beispiel für die Färbebehandlung von Nylongewebe

5.2.1 Leicht gefärbte Blüten

Wenn der Farbtiefenunterschied 20–30 % der ursprünglichen Färbetiefe beträgt, können in der Regel 5–10 % der Farbstufe plus O verwendet werden. Das Mischungsverhältnis des Färbebads entspricht dem der ursprünglichen Färbung, und die Temperatur liegt zwischen 80 °C und 85 °C. Sobald die Farbtiefe etwa 20 % der ursprünglichen Färbetiefe erreicht hat, wird die Temperatur langsam auf 100 °C erhöht und so lange warm gehalten, bis die Faser den Farbstoff möglichst vollständig aufgenommen hat.

5.2.2 Mittelstark gefärbte Blume

Bei mittleren Farbtönen können partielle subtraktive Verfahren eingesetzt werden, um die ursprüngliche Farbtiefe wiederherzustellen.

Na2CO3 5%-10%

O 10%-15% flach hinzufügen

Badverhältnis 1:20-1:25

Temperatur 98℃-100℃

Zeit 90-120 Minuten

Nachdem die Farbe reduziert wurde, wird der Stoff zuerst mit heißem Wasser gewaschen, dann mit kaltem Wasser und schließlich gefärbt.

5.2.3 Starke Verfärbung

Verfahren:

36°BéNaOH: 1%-3%

Flach plus O: 15 % ~20 %

Synthetisches Waschmittel: 5–8 %

Badverhältnis 1:25-1:30

Temperatur 98℃-100℃

Zeit 20-30 Minuten (bis zur vollständigen Entfärbung)
Nachdem die gesamte Farbe entfernt wurde, wird die Temperatur schrittweise gesenkt und anschließend 10 Minuten lang bei 30 °C mit 0,5 ml Essigsäure gründlich gespült, um die restliche Lauge vollständig zu neutralisieren. Danach wird mit Wasser gespült, um erneut zu färben. Einige Farben sollten nach dem Entfernen der Primärfarbe nicht erneut gefärbt werden, da die Grundfarbe des Stoffes dadurch hellgelb wird. In diesem Fall muss die Farbe geändert werden. Beispiel: Nach dem vollständigen Entfernen der Kamelfarbe ist die Grundfarbe hellgelb. Färbt man die Kamelfarbe erneut, erscheint der Farbton grau. Verwendet man Pura Red 10B, sollte man die Farbe mit etwas Hellgelb mischen und einen neutralen Farbton (Konkubine) wählen, um die Leuchtkraft zu erhalten.

Bild

5.3 Beispiel für die Färbebehandlung von Polyestergewebe

5.3.1 Leicht gefärbte Blüten,

Ein Streifenreparaturmittel oder Hochtemperatur-Nivellierungsmittel (1–2 g/l) wird hinzugegeben und 30 Minuten lang auf 135 °C erhitzt. Die zusätzliche Farbstoffmenge beträgt 10–20 % der ursprünglichen Dosierung, der pH-Wert 5. Dadurch werden Farbunterschiede, Flecken, Farbnuancen und Farbtiefen des Stoffes beseitigt. Das Ergebnis entspricht im Wesentlichen dem eines normal produzierten Stoffmusters.

5.3.2 Schwere Makel

Natriumchlorit 2-5 g/L, Essigsäure 2-3 g/L, Methylnaphthalin 1-2 g/L;

Die Behandlung beginnt bei 30 °C, wird mit 2 °C/min auf 100 °C erhitzt und 60 Minuten lang durchgeführt. Anschließend wird das Tuch mit Wasser ausgewaschen.

5.4 Beispiele für die Behandlung schwerwiegender Fehler beim Färben von Baumwollgewebe mit Reaktivfarbstoffen

Prozessablauf: Entfärben → Oxidation → Gegenfärben

5.4.1 Farbablösung

5.4.1.1 Prozessvorgabe:

Versicherungspulver 5 g/L-6 g/L

Ping Ping mit O 2 g/L-4 g/L

38°Bé Natronlauge 12 ml/L-15 ml/L

Temperatur 60℃-70℃

Badverhältnis l: lO

Zeit: 30 Minuten

5.4.1.2 Vorgehensweise und Schritte

Geben Sie Wasser im angegebenen Mischungsverhältnis hinzu, legen Sie das abgewogene Flachöl, die Natronlauge, das Natriumhydroxid und den Stoff in die Maschine, schalten Sie den Dampf ein und erhöhen Sie die Temperatur auf 70 °C. Entfärben Sie den Stoff 30 Minuten lang. Lassen Sie die restliche Flüssigkeit abtropfen, waschen Sie den Stoff zweimal mit klarem Wasser und lassen Sie die Flüssigkeit anschließend abtropfen.

5.4.2 Oxidation

5.4.2.1 Prozessvorgabe

30% H₂O₂ 3 ml/l

38°Bé Ätznatron l ml/L

Stabilisator 0,2 ml/l

Temperatur 95℃

Badverhältnis 1:10

Zeit: 60 Minuten

5.4.2.2 Vorgehensweise und Schritte

Wasser entsprechend dem Badverhältnis hinzufügen, Stabilisatoren, Natronlauge, Wasserstoffperoxid und weitere Zusätze dazugeben, Dampf einschalten und die Temperatur auf 95 °C erhöhen, 60 Minuten halten, dann die Temperatur auf 75 °C senken, die Flüssigkeit abgießen und Wasser und 0,2 g Natronlauge hinzufügen, 20 Minuten waschen, die Flüssigkeit abgießen; anschließend 20 Minuten in 80 °C heißem Wasser waschen; 20 Minuten in 60 °C heißem Wasser waschen und mit kaltem, fließendem Wasser ausspülen, bis das Kleidungsstück vollständig abgekühlt ist.

5.4.3 Gegenfärbung

5.4.3.1 Prozessvorgabe

Reaktivfarbstoffe: 30 % x % der ursprünglichen Prozessnutzung

Yuanming-Pulver: 50 % Y % der ursprünglichen Verarbeitungsmenge

Soda: 50 % z % der ursprünglichen Prozessnutzung

Badverhältnis l: lO

Temperatur gemäß dem ursprünglichen Prozess

5.4.3.2 Vorgehensweise und Schritte
Folgen Sie der üblichen Färbemethode und den üblichen Färbeschritten.

Kurze Einführung in das Farbentfernungsverfahren von Mischgewebe

Dispersions- und Säurefarbstoffe lassen sich mit 3 bis 5 % Alkylamin-Polyoxyethylen bei 80 bis 85 °C und pH 5 bis 6 für 30 bis 60 Minuten teilweise von Diacetat/Woll-Mischgeweben ablösen. Diese Behandlung entfernt auch Dispersionsfarbstoffe teilweise von der Acetatkomponente von Diacetat/Nylon- und Diacetat/Polyacrylnitril-Fasermischungen. Zum teilweisen Entfernen von Dispersionsfarbstoffen aus Polyester/Polyacrylnitril- oder Polyester/Wolle ist ein Kochen mit einem Trägerstoff für bis zu 2 Stunden erforderlich. Die Zugabe von 5 bis 10 g/l nichtionischem Tensid und 1 bis 2 g/l Weißpulver verbessert in der Regel das Ablösen von Polyester/Polyacrylnitril-Fasern.

1 g/L anionisches Tensid; 3 g/L kationisches Farbstoffverzögerungsmittel; und 4 g/L Natriumsulfat-Behandlung bei Siedepunkt und pH 10 für 45 Minuten. Es kann alkalische und saure Farbstoffe auf dem Nylon/alkalisch färbbaren Polyester-Mischgewebe teilweise entfernen.

1 % nichtionisches Tensid; 2 % kationisches Farbstoffverzögerungsmittel; und 10–15 % Natriumsulfat-Behandlung bei Siedepunkt und pH 5 für 90–120 Minuten. Es wird häufig zum Entfärben von Woll-/Polyacrylnitrilfasern verwendet.

Verwenden Sie 2 bis 5 Gramm/Liter Ätznatron und 2 bis 5 Gramm/Liter Natriumhydroxid, Reduktionsreinigung bei 80 bis 85 °C oder mäßig alkalische Lösung von weißem Pulver bei 120 °C, das aus Polyester/Cellulose gewonnen werden kann. Viele Direkt- und Reaktivfarbstoffe werden aus dem Gemisch entfernt.

Verwenden Sie 3 bis 5 % weißes Pulver und ein anionisches Tensid zur Behandlung für 40–60 Minuten bei 80 °C und pH 4. Dispersions- und Säurefarbstoffe können von Diacetat/Polypropylenfasern, Diacetat/Wolle, Diacetat/Nylon, Nylon/Polyurethan und säurefärbbarem, texturiertem Nylongarn entfernt werden.

Zur Entfernung von Dispersions-, kationischen, Direkt- oder Reaktivfarbstoffen aus Cellulose/Polyacrylnitril-Mischgeweben verwendet man 1–2 g/l Natriumchlorit und kocht die Lösung 1 Stunde lang bei pH 3,5. Bei der Entfernung von Farbstoffen aus Triacetat/Polyacrylnitril-, Polyester/Polyacrylnitril- und Polyester/Cellulose-Mischgeweben sollten ein geeignetes Trägermittel und ein nichtionisches Tensid hinzugefügt werden.

Produktionsüberlegungen

7.1 Vor dem Abziehen oder der Farbkorrektur muss der Stoff an einer Stichprobe geprüft werden.
7.2 Nach dem Abziehen des Stoffes muss eine Wäsche (kaltes oder heißes Wasser) durchgeführt werden.
7.3 Das Abstreifen sollte nur von kurzer Dauer sein und gegebenenfalls wiederholt werden.
7.4 Beim Abziehen der Farbe müssen Temperatur und Additive entsprechend den Eigenschaften des Farbstoffs, wie Oxidations-, Alkali- und Chlorbleichbeständigkeit, streng kontrolliert werden. Übermäßige Additive oder eine unzureichende Temperaturkontrolle, die zu übermäßigem Abziehen oder Abblättern führen, sind zu vermeiden. Gegebenenfalls ist der Prozess durch Abstecken zu bestimmen.
7.5 Wenn der Stoff teilweise abgezogen wird, treten folgende Situationen ein:
7.5.1 Bei der Farbtiefenbehandlung eines Farbstoffs ändert sich der Farbton des Farbstoffs nicht wesentlich, sondern nur die Farbtiefe. Werden die Bedingungen für die Farbentfernung beherrscht, können die Anforderungen an die Farbprobe vollständig erfüllt werden;
7.5.2 Wird ein mit zwei oder mehr Farbstoffen gleicher Leistung gefärbter Stoff teilweise entfärbt, ist die Farbtonänderung gering. Da der Farbstoff nur im gleichen Maße entfärbt wird, sind lediglich Farbveränderungen in der Tiefe sichtbar.
7.5.3 Zur Behandlung von mit Farbstoffen unterschiedlicher Farbtiefe gefärbten Stoffen ist es üblicherweise erforderlich, die Farbstoffe zu entfernen und den Stoff erneut zu färben.

 


Veröffentlichungsdatum: 04.06.2021