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Der Zoll hat die Import- und Exportdaten für November veröffentlicht. Die monatlichen Exporte stiegen im November im Vergleich zum Vorjahr um 21,1 %, der erwartete Wert lag bei 12 % und der Wert des Vormonats bei 11,4 %, womit die Markterwartungen weiterhin übertroffen wurden.
Der Hauptgrund für dieses starke Exportwachstum: Die Epidemie hat die Produktionskapazitäten im Ausland beeinträchtigt, und Auslandsaufträge haben sich deutlich nach China verlagert.
Tatsächlich hat sich das Wachstum der Binnenexporte mit dem Wiederanlaufen der Binnenwirtschaft seit Mai, insbesondere seit dem vierten Quartal, weiter verbessert. Die Exportwachstumsrate stieg im Oktober auf 11,4 % und im November auf 21,1 %, ein neuer Höchststand seit Februar 2018 (damals war dies auf Handelskonflikte zurückzuführen, die zu einem Exportboom führten).

Der Hauptgrund für das derzeit hohe Exportwachstum liegt darin, dass die Epidemie die Produktionskapazitäten im Ausland beeinträchtigt hat und Auslandsaufträge im Wesentlichen nach China verlagert wurden.

Viele glauben, dass sich die Auslandsnachfrage erholt, aber das ist nicht der Fall.

Um eine Analogie zu verwenden (die folgenden Daten sind nur Beispiele, keine tatsächlichen Daten):

Vor der Epidemie betrug die Nachfrage nach Haushaltsgeräten im Ausland 100, die Produktionskapazität hingegen 60. Daher muss mein Land 40 (100-60) liefern, mit anderen Worten: Die Exportnachfrage beträgt 40.
Mit Beginn der Epidemie sank die Nachfrage nach Haushaltsgeräten aus dem Ausland auf 70, doch die Auswirkungen auf die Produktionskapazität sind aufgrund der Fabrikschließungen tatsächlich noch gravierender. Bei einer Produktionsreduzierung auf 10 muss mein Land 60 (70-10) liefern, während die Exportnachfrage bei 60 liegt.

Zunächst dachten alle, die Epidemie im Ausland würde die Exportnachfrage meines Landes erheblich verringern, doch tatsächlich konnten aufgrund der schwerwiegenderen Auswirkungen auf die Produktionskapazitäten im Ausland viele Aufträge nur nach China verlagert werden.

Dies ist der Hauptgrund, warum die Epidemie im Ausland anhält, die Exportnachfrage aber stark angestiegen ist.

Angesichts des starken Wachstums der aktuellen Exportwelle und der Nachhaltigkeit dieses Exportwachstums dürfte die anhaltend hohe Auslandsnachfrage mindestens bis zum ersten Quartal des nächsten Jahres andauern.


Veröffentlichungsdatum: 09.12.2020