Das Sinopec News Network berichtete am 28. Juni, dass der norwegische Öl- und Gaskonzern Equinor nach dem Besuch des britischen Handelsministers Kwasi Kwarteng in Oslo am Dienstag mitgeteilt habe, sein Ziel für die Wasserstoffproduktion in Großbritannien auf 1,8 GW (GW) erhöht zu haben.
Equinor plant den Ausbau der Produktionskapazität für kohlenstoffarmen Wasserstoff um 1,2 GW, hauptsächlich zur Versorgung des Kraftwerks Keadby. Dieses Kraftwerk ist das weltweit erste großtechnische 100%ige Wasserstoffkraftwerk, das gemeinsam von Equinor und dem britischen Energieversorger SSE entwickelt wurde.
Weiter hieß es, dass das Werk, sofern die Unterstützung der britischen Regierung noch ausstehe, möglicherweise noch vor Ende des Jahrzehnts den Betrieb aufnehmen könne.
Equinor-Chef Anders Opedal erklärte, das Projekt des Unternehmens werde Großbritannien helfen, seine Klimaziele zu erreichen. Er nahm an dem Treffen mit Kwarteng und der norwegischen Ministerin für Erdöl und Energie, Tina Bru, teil.
Opedal erklärte in einer Stellungnahme: „Unsere CO2-armen Projekte in Großbritannien basieren auf unserer eigenen Industrieerfahrung und werden eine wichtige Rolle in unserer führenden Position im Herzen der britischen Industrie spielen.“
Das Ziel Großbritanniens ist es, bis 2050 Netto-Null-Kohlenstoffemissionen zu erreichen und bis 2030 eine Produktionskapazität von 5 GW für sauberen Wasserstoff aufzubauen. Dafür leistet das Land finanzielle Unterstützung für einige Dekarbonisierungsprojekte.
Equinor plant den Bau einer 0,6-GW-Anlage im Nordosten Englands zur Herstellung von sogenanntem „blauem“ Wasserstoff aus Erdgas unter gleichzeitiger Abscheidung der damit verbundenen Kohlendioxidemissionen (CO2).
Das Unternehmen ist außerdem an einem Projekt zur Entwicklung einer Infrastruktur für den Transport und die Speicherung von Kohlendioxid in der Region beteiligt.
Die Herstellung von Wasserstoff aus Wasser unter Verwendung von erneuerbarem Strom oder die kombinierte Herstellung von Wasserstoff aus Erdgas mittels CO2-Abscheidung und -Speicherung (CCS) wird als entscheidend für die Dekarbonisierung von Industrien wie der Stahl- und Chemieindustrie angesehen.
Heutzutage wird der größte Teil des Wasserstoffs aus Erdgas gewonnen, und das dabei entstehende Kohlendioxid wird in die Atmosphäre freigesetzt.
Veröffentlichungsdatum: 02.07.2021




