Farbstoffe sind organische Verbindungen, die häufig in flüssiger Form chemische Reaktionen eingehen. Daher wurden die weltweit ersten synthetischen Farbstoffe zunächst in flüssiger Form verkauft. Die ursprüngliche Farbstoffqualität entspricht natürlich nicht mehr dem heutigen Mischverhältnis und kann nur noch als die ursprüngliche Form flüssiger Farbstoffe betrachtet werden. Damals waren etwa 20 % der Waren flüssig, wobei es sich bei diesen flüssigen Farbstoffen hauptsächlich um Küpenfarbstoffe und Beizfarbstoffe handelte.
1923 fügten die Briten dem ursprünglichen Farbstoff erstmals ausgewählte Zusatzstoffe hinzu und stellten nach dem Vermahlen eine unlösliche wässrige Dispersion des Dispersionsfarbstoffs her. Bis 1910 waren die meisten Farbstoffe entfernt und zu feinen Pulvern einer bestimmten Größe verarbeitet worden.
Laut Literaturangaben aus dem Jahr 1924 wurden damals etwa 80 % der Farbstoffe zu feinem Pulver verarbeitet. Küpenfarbstoffe wurden in einem breiten Spektrum an Partikelgrößenverteilungen hergestellt, von sehr fein bis hin zu 50 µm großen Pulverfarbstoffen. Die ursprünglichen Pulverfarbstoffe wiesen jedoch die Nachteile starker Staubentwicklung und schlechter Benetzbarkeit auf.
Nach 1930 wurden die Dispersionsfarbstoffe weiterentwickelt, weisen aber immer noch einige Nachteile auf, wie zum Beispiel die Neigung zur Ausfällung und die geringe Lagerstabilität.
Durch die Optimierung der Verarbeitungsformel wurden die Eigenschaften des flüssigen Farbstoffs deutlich verbessert; er ist nun mehr als ein halbes Jahr haltbar, ohne dass es zu Qualitätseinbußen kommt, die Verarbeitungskosten sind niedrig, er ist einfach anzuwenden und wurde ständig weiterentwickelt.
Seit 1950 hat die Einführung von Schleifmaschinen die Entwicklung der Nachbehandlungstechnologie vorangetrieben. Durch Nassschleifen mit Schleifmaschinen lassen sich feinere und engere Partikel erzielen. Darüber hinaus wurde die Verarbeitungsrezeptur optimiert, sodass die Partikelgröße des Farbstoffs etwa 1 µm erreichen konnte. Die Qualität der mit dem neuen Verfahren und den neuen Anlagen hergestellten Produkte wurde deutlich verbessert, und die Verarbeitung unlöslicher Farbstoffe erzielte große Fortschritte.
Mit dem Fortschritt chemischer Maschinen und Anlagen kamen granuläre Farbstoffe auf den Markt. Granuläre Farbstoffe weisen eine scheinbare Korngröße von 100–300 µm auf, enthalten sowohl Hohl- als auch Feststoffpartikel und sind im Vergleich zu pulverförmigen Farbstoffen flüssiger, benetzbarer und dispergierbarer. Zudem wird der Nachteil von pulverförmigen Farbstoffen, die Staubentwicklung in der Luft, überwunden. Die daraus resultierenden Darreichungsformen wurden von den Produktions- und Anwendungsbehörden sofort begrüßt, und mittlerweile werden viele Farbstoffe zu Granulatprodukten verarbeitet.
Veröffentlichungsdatum: 08.09.2020






