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In den letzten Jahren haben verschiedene Länder weltweit, insbesondere die Industrieländer, die Entwicklung von Feinchemikalien als eine der wichtigsten Strategien zur strukturellen Modernisierung und Anpassung der traditionellen chemischen Industrie betrachtet. Ihre Chemieindustrie hat sich daher in Richtung Diversifizierung und Veredelung entwickelt. Mit der weiteren Entwicklung der Wirtschaft wird der Bedarf an Elektronik, Automobilen, Maschinenbau, neuen Baustoffen, neuen Energien und neuen Umweltschutzmaterialien weiter steigen. Der globale Markt für Feinchemikalien wird daher voraussichtlich ein schnelleres Wachstum verzeichnen als die traditionelle chemische Industrie.
*Feinchemikalien
Feinchemikalien sind Chemikalien mit hoher technischer Dichte, hohem Mehrwert und hoher Reinheit. Sie können einem Produkt (Produkttyp) spezifische Funktionen verleihen oder diese verbessern, oder sie erfüllen spezifische Funktionen in der Kleinserienfertigung und -anwendung. Darüber hinaus zählen sie zu den Basischemikalien und sind das Ergebnis der Weiterverarbeitung.
1986 unterteilte das damalige Ministerium für Chemische Industrie Feinchemikalien in elf Kategorien: (1) Pestizide; (2) Farbstoffe; (3) Beschichtungen (einschließlich Farben und Tinten); (4) Pigmente; (5) Reagenzien und hochreine Substanzen; (6) Informationschemikalien (einschließlich lichtempfindlicher Materialien, magnetischer Materialien und anderer Chemikalien, die elektromagnetische Wellen empfangen können); (7) Lebens- und Futtermittelzusatzstoffe; (8) Klebstoffe; (9) Katalysatoren und diverse Zusatzstoffe; (10) Chemikalien (Rohstoffe) und Alltagschemikalien (hergestellt in chemischen Systemen); (11) Funktionelle Polymermaterialien in Polymeren (einschließlich Funktionsfolien, Polarisationsmaterialien usw.). Mit der Entwicklung der Volkswirtschaft werden sich die Entwicklung und Anwendung von Feinchemikalien weiter ausdehnen und neue Kategorien entstehen.
Feinchemikalien weisen folgende Eigenschaften auf:
(1) Eine breite Produktpalette und ein breites Anwendungsspektrum
International gibt es 40 bis 50 Kategorien von Feinchemikalien mit über 100.000 Varianten. Feinchemikalien finden in allen Bereichen des täglichen Lebens Anwendung, beispielsweise in der Medizin, bei Farbstoffen, Pestiziden, Beschichtungen, Haushaltschemikalien, Elektronikmaterialien, Papierchemikalien, Druckfarben, Lebensmittelzusatzstoffen, Futtermittelzusatzstoffen, Wasseraufbereitung usw. Auch in der Luft- und Raumfahrt, der Biotechnologie, der Informationstechnologie, der Materialforschung, der Energietechnik, dem Umweltschutz und anderen Hightech-Anwendungen werden sie breit eingesetzt.
(2) Komplexe Produktionstechnologie
Es gibt zahlreiche Feinchemikalien, und aus ein und demselben Zwischenprodukt lassen sich durch verschiedene Verfahren mehrere oder sogar Dutzende Derivate für unterschiedliche Zwecke gewinnen. Der Produktionsprozess ist komplex und dynamisch, die Technologie anspruchsvoll. Alle Feinchemikalien durchlaufen die Phasen der Laborentwicklung, Kleinversuche, Pilotversuche und anschließend der Großproduktion. Sie müssen zudem regelmäßig an die sich ändernden Bedürfnisse der Abnehmer angepasst werden. Die Anforderungen an die Produktqualität und -stabilität sind hoch, weshalb Unternehmen ihre Prozesse kontinuierlich verbessern und dabei umfangreiche Erfahrung sammeln müssen. Die Entwicklung von Feinchemikalien in ihren Teilbereichen, die Sammlung von Produktionserfahrung und die Innovationsfähigkeit bilden daher die Kernkompetenzen eines Feinchemieunternehmens.
(3) Hoher Mehrwert der Produkte
Die Herstellung von Feinchemikalien ist ein relativ langer Prozess mit mehreren Verfahrensschritten. Der Herstellungsprozess ist vergleichsweise komplex. Um eine einfache Trennung der Produkte und eine hohe Produktausbeute zu erzielen, müssen milde Reaktionsbedingungen, eine sichere Betriebsumgebung und spezifische chemische Reaktionen eingehalten werden. Dafür sind hochentwickelte Prozesstechnologie und Reaktionsanlagen erforderlich. Daher weisen Feinchemikalien im Allgemeinen eine höhere Wertschöpfung auf.
(4) Vielfalt der zusammengesetzten Produkte
In der Praxis erweisen sich Feinchemikalien als komplexes Funktionselement von Produkten. Dies erfordert die Untersuchung verschiedener chemischer Strukturen in der chemischen Synthese und die optimale Nutzung der Synergieeffekte von Feinchemikalien mit anderen Verbindungen bei der Herstellung von Darreichungsformen. In der industriellen Produktion bestehen vielfältige Anforderungen an Feinchemikalien, die von einem einzelnen Produkt nur schwer erfüllt werden können. Nehmen wir beispielsweise die Wasseraufbereitungsindustrie, in der das Unternehmen tätig ist. Zu den in diesem Bereich verwendeten Spezialchemikalien gehören Fungizide und Algizide, Ablagerungshemmer, Korrosionsinhibitoren, Flockungsmittel usw. Die jeweiligen Wirkstoffe können aus mehreren Komponenten zusammengesetzt sein.
(5) Das Produkt weist für nachgelagerte Kunden eine hohe Viskosität auf.
Feinchemische Produkte werden in der Regel in spezifischen Bereichen des industriellen Produktionsprozesses oder zur Erzielung bestimmter Funktionen von Folgeprodukten eingesetzt. Daher stellen die Anwender höhere Anforderungen an Produktqualität und -stabilität, und die Auswahl der Lieferanten sowie die entsprechenden Standards sind strenger. Einmal in die Lieferantenliste aufgenommen, ist ein Austausch nicht ohne Weiteres möglich.


Veröffentlichungsdatum: 14. Dezember 2020